Robotik in der Intralogistik - Studie und Leitfaden

Automatisches Kommissionieren, Stapeln und Transportieren

Einleitung: Robotik und Automatisierung in der Intralogistik

Der Alltag im Lager: Täglich müssen Tonnen von Waren bewegt werden. Mitarbeiter verbringen Stunden damit, Paletten per Gabelstapler zu transportieren, Regale zu bestücken und Pakete zu sortieren – Tätigkeiten, die auch durch Robotiksysteme ausgeführt werden könnten. Es entstehen Engpässe, weil Fachkräfte fehlen oder unerwartete Auftragsspitzen auftreten. Fehler bei der Kommissionierung oder Verzögerungen im Warentransport summieren sich und beeinflussen die gesamte Lieferkette.

In vielen Logistikzentren sieht die Realität noch immer so aus. Doch der Druck auf Unternehmen, effizienter und flexibler zu arbeiten, steigt. Herkömmliche Prozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Daher sind robotische Systeme auf dem Vormarsch – sie übernehmen repetitive Aufgaben, gleichen Engpässe in der Personalverfügbarkeit aus und steigern somit die Effizienz signifikant. Zusätzlich zeigt sich, dass automatisierte Lösungen nicht nur die Geschwindigkeit erhöhen, sondern auch eine konstante Prozessqualität sicherstellen, die in einer dynamischen Logistikumgebung immer wichtiger wird.

Insbesondere die neusten Fortschritte in Sachen Sensorik, Software und künstliche Intelligenz verbessern die Effizienz intralogistischer Prozesse erheblich. Es spricht also nichts dagegen, jetzt in Robotik zu investieren. Doch sind robotische Technologien nur ein kurzfristiger Trend oder werden sie zu einem fundamentalen Baustein für die nachhaltige Zukunft der Logistiklandschaft? Die Unitechnik Systems GmbH hat im Rahmen einer Studie im August 2024 156 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen befragt, die täglich Entscheidungen für die firmeneigene Intralogistik treffen. Das Ziel war es, ein aktuelles Stimmungsbild zum Einsatz von Robotiklösungen in Unternehmen verschiedenster Bereiche zu erhalten. Dies umfasst individuelle Chancen aus der Investition in Robotik ebenso wie vermeintliche Hemmnisse, beliebte Systeme oder besondere Anforderungen an Lösungen und ihre Anbieter. Gut 75 Prozent der Befragten planen, zukünftig in erste oder bereits weitere Robotiksysteme zu investieren. Unitechnik stellt außerdem einen Leitfaden von der Planung bis zur Integration zur Verfügung und erläutert darin die Rolle von Systemintegratoren bei Robotikprojekten.

Ihr Ansprechpartner

Ingolf Mix

IT-Beratung und Vertrieb UniWare

T +49 2261 987-403
E-Mail | LinkedIn | vCard

Matthias Spies

IT-Beratung und Vertrieb UniWare

T +49 2261 987-358
E-Mail | LinkedIn | vCard

Studienergebnisse und Whitepaper als PDF-Download

Viele Unternehmen stehen im Zuge der Digitalisierung und zunehmenden Automatisierung ihrer Intralogistik vor der Herausforderung, dass bestehende Lagerverwaltungssysteme die Anforderungen moderner Logistikprozesse nicht mehr erfüllen. Veraltete Systeme erschweren die Integration neuer Technologien, behindern einen transparenten Materialfluss und limitieren die Anpassungsfähigkeit einer zunehmend vernetzten Logistik. Die Ablösung eines bestehenden LVS ermöglicht daher eine grundlegende Weiterentwicklung der eigenen intralogistischen Prozesse und schafft die Basis für eine zukunftssichere, skalierbare und digital vernetzte Infrastruktur.

Die Ergebnisse der Unitechnik-Studie „Lohnt sich die Ablösung des Lagerverwaltungssystems?“ verdeutlichen jedoch, dass moderne LVS-Lösungen nicht nur bestehende Aufgaben zuverlässiger und flexibler automatisieren, sondern häufig auch neue Funktionalitäten bereitstellen: etwa die Integration von KI-gestützten Modulen, fortschrittlicher Sensor-Technik oder datenbasierter Optimierungsverfahren. Durch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz, vernetzten Robotics-Anwendungen und leistungsfähiger Software entsteht eine Technologielandschaft, die weit über klassische Logistiksteuerung hinausgeht.

Studienergebnisse Robotik in der Intralogistik
Studie
Studienergebnisse Robotik in der Intralogistik
download
Robotik in der Intralogistik
Whitepaper
Robotik in der Intralogistik
download

Robotiksysteme in der Intralogistik und Logistik

Robotiklösungen verändern die Logistiklandschaft: Immer mehr deutsche Unternehmen setzen auf robotische Systeme, die Mitarbeitende entlasten und zu höherer Effizienz führen sollen.

Das Fachgebiet der Robotik beschäftigt sich damit, Roboter zu entwickeln, zu bauen, zu programmieren und praktisch einzusetzen. Ziel ist es, Maschinen zu schaffen, die den Menschen bei bestimmten Aufgaben unterstützen oder diese vollständig übernehmen können. Solche Roboter kommen in der Industrie, der Medizin, der Logistik, der Landwirtschaft und in der Forschung zum Einsatz. Für Unternehmen bedeutet das eine spürbare Entlastung, da es zunehmend schwieriger wird, qualifizierte Fachkräfte für wiederkehrende Tätigkeiten zu finden. Dennoch nutzt bislang nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen Robotiklösungen in ihrer innerbetrieblichen Logistik. Das Whitepaper zeigt, warum 74 Prozent nun in robotische Systeme investieren wollen und weshalb diese Investitionen in der Intralogistik besonders sinnvoll erscheinen. Die folgenden Kapitel erläutern die Robotiksysteme, die im Rahmen der Studie untersucht wurden.

Fahrerlose Transportsysteme und autonome mobile Roboter

Fahrerlose Transportsysteme (auch Automated Guided Vehicles [AGV] genannt) und autonome mobile Roboter (AMR) ersetzen zunehmend Gabelstapler und bieten eine Alternative zur Stetigfördertechnik. Die robotischen Systeme können Materialien und Güter automatisch aufnehmen, transportieren und übergeben. Um eine nahtlose Integration in die Logistik zu gewährleisten, analysieren Systemintegratoren die gegebenen Transportanforderungen, wählen passende Systeme aus und integrieren sie über definierte Schnittstellen.

FTS-Fahrzeuge fahren vordefinierte Routen ab und werden zentral gesteuert. Sie werden häufig eingesetzt, um spezifische Transportaufgaben auf vordefinierten Strecken durchzuführen.

Überall dort, wo Strecken in hoher Frequenz vorhersehbar bedient werden müssen, haben fahrerlose Transportsysteme ihre Stärken. Daher erfordert die Änderung einer FTS-Route mehr Arbeit und in vielen Fällen die Unterstützung durch den Anbieter.

AMR-Fahrzeuge navigieren autonom, wobei sich mehrere Fahrzeuge untereinander selbst organisieren können. Bei Veränderungen der Routen bieten sie maximale Flexibilität und die Möglichkeit, Routen einfach und mühelos hinzuzufügen oder zu ändern – ideal für dynamische und wandlungsfähige Intralogistikprozesse.

Autonome Fahrzeuge

 Fahrerlose TransportsystemeAutonome mobile Roboter
EigenschaftRobuster BetriebFlexibel einsetzbar
NavigationVordefinierte RoutenAutonome Navigation
WartungsaufwandRegelmäßige Infrastrukturpflege nötigWartung von Hard- und Software
Umgang mit HindernissenBleibt stehenWeicht aus, wenn möglich
Leitsystem und SteuerungZentraler FlottenmanagerZentral oder dezentral mit Schwarmintelligenz

Abb. 1: FTS und AMR im Vergleich

Portalroboter

Portallösungen tragen zu einer effizienten und kontinuierlichen Materialbewegung bei, was wiederum zur Beschleunigung und Optimierung von Arbeitsprozessen führt. Ihre Flexibilität erlaubt es, verschiedene Lasten und Aufgaben problemlos zu bewältigen, während ihre platzsparende Bauweise eine optimale Nutzung des verfügbaren Raums, insbesondere in der Höhe, ermöglicht. Durch ihre robuste Konstruktion und die präzise Steuerung unterstützen Portalroboter insbesondere dort, wo konstante Prozesssicherheit und wiederkehrende Bewegungsabläufe entscheidend sind. In modernen Intralogistik- und Logistikumgebungen spielen sie eine zentrale Rolle, weil sie stabile Materialflüsse ermöglichen, hohe Durchsatzanforderungen erfüllen und sich nahtlos in automatisierte Systeme mit Robotik, Sensorik und intelligenten Technologien integrieren lassen. Zudem bieten sie Unternehmen die Möglichkeit, innerbetriebliche Abläufe weiter zu automatisieren und die Effizienz über verschiedene Produktions- und Logistikprozesse hinweg nachhaltig zu steigern.

Knickarmroboter

Einer der vielseitigsten Robotertypen in der modernen Logistiklandschaft ist der Knickarmroboter. Mit seinem gelenkigen Aufbau, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist, kann er sich flexibel in mehreren Achsen bewegen und komplexe Handhabungsaufgaben übernehmen. Dank seiner hohen Beweglichkeit und präzisen Steuerung eignet sich der Knickarmroboter besonders für komplexe Kommissionieraufgaben sowie für Palettier- und Depalettierprozesse. Dank seiner kompakten Bauweise und hohen Dynamik lässt sich der Knickarmroboter auch in beengte Umgebungen effizient integrieren und trägt zur Automatisierung variantenreicher Materialflüsse bei. Er kann für unterschiedliche Gewichtsklassen konzipiert werden. Durch die Kombination mit künstlicher Intelligenz erschließen sich zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten. Moderne Kamerasysteme in Verbindung mit KI-gestützter Software ermöglichen es dem Roboter, Produkte in einem Behältnis präzise zu identifizieren. Auf Basis dieser Erkennung „versteht“ der Roboter, wie das jeweilige Produkt optimal gegriffen und gehandhabt werden muss – auch wenn es sich in Form, Material oder Lage von anderen unterscheidet. Die Greifstrategie stellt einen wesentlichen Schritt in Richtung vollständig automatisierter Prozesse dar.

Pick-and-Place-Roboter (Delta-Roboter)

Pick-and-Place-Roboter machen ihrem Namen alle Ehre: Sie greifen und bewegen Objekte, Materialien oder Güter und legen sie an einer definierten Position ab.

Die Systeme werden häufig eingesetzt, um leichte und kleine Objekte in hoher Geschwindigkeit zu handhaben. Durch den Einsatz von Sensoren, Kameras und präzisen Greifsystemen können diese Roboter Objekte erkennen sowie schnell und fehlerfrei handhaben. In der Intralogistik finden sie meist zum Kommissionieren und Sortieren Anwendung. Zudem ermöglichen sie eine gleichbleibende Prozessqualität, da sie selbst bei hohen Taktzahlen zuverlässig und wiederholgenau arbeiten. Ihre kompakte Bauweise und die Möglichkeit, sie flexibel in bestehende Materialflussprozesse zu integrieren, machen Pick-and-Place-Roboter besonders attraktiv für Unternehmen, die ihre Abläufe modernisieren und automatisieren möchten. Dadurch eignen sie sich nicht nur für klassische Kleinteilehandhabung, sondern zunehmend auch für anspruchsvollere Aufgaben, bei denen Präzision, Geschwindigkeit und eine hohe Anpassungsfähigkeit entscheidend sind.

Studienergebnisse zur Robotik in der Intralogistik

Immer mehr Unternehmen setzen in ihrer Intralogistik auf Unterstützung durch Robotiktechnologie – das zeigt die Studie der Unitechnik Systems GmbH, die auf einer Umfrage unter 156 Teilnehmern aus verschiedenen Branchen basiert.

Das Ziel der Studie war es, die aktuellen Einsatzbereiche und weiteren Potenziale von Robotik in der Intralogistik zu identifizieren. Unter Robotik werden in diesem Kontext Systeme verstanden, die Transport- und Handlingaufgaben übernehmen, zum Beispiel fahrerlose Transportsysteme (AGV/AMR), Portalroboter, Knickarmroboter oder Delta-Roboter.

Unitechnik hat sich bei der Befragung auf diese Art von Robotersystemen fokussiert, weil sie Logistikprozesse automatisieren, die heute in den meisten Firmen noch manuell ausgeführt werden – auch in Unternehmen, die bereits ein automatisiertes Lager betreiben. Montageroboter in der Produktion sowie Fahrzeuge innerhalb geschlossener Automatiklager waren nicht Gegenstand der Umfrage.

Ein Drittel der Befragten ist im Management eines Unternehmens tätig, alle anderen Befragten arbeiten in Projektabteilungen, in der IT, in der Logistik, im Vertrieb oder in sonstigen Positionen.

Die Studienteilnehmer sind vermehrt im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Handelsbranche aktiv, also in Bereichen, in denen Intralogistik, Logistik und moderne Automatisierung eine zentrale Rolle spielen. Weitere Tätigkeitsfelder umfassen die Elektrotechnik, Lebensmittelbranche, die Stahl- und Aluminiumindustrie sowie die Chemiebranche. Gerade in diesen Industriezweigen gewinnen Roboter, Materialfluss-Systeme, digitale Logistikprozesse und KI-gestützte Technologien zunehmend an Bedeutung.

Unternehmen aus diesen Branchen setzen verstärkt auf flexible Systeme, Sensorik, mobile Robotics-Lösungen und datenbasierte Technologien, um Prozesse effizienter zu gestalten und neue Anforderungen an Produktion, Transport und innerbetriebliche Abläufe zu bewältigen.

Setzen Sie bereits Robotik ein?

Die aktuelle Studie von Unitechnik zeigt, dass die Verbreitung von Robotik noch nicht flächendeckend erfolgt ist: Während knapp 48 Prozent der befragten Unternehmen bereits Robotiklösungen implementiert haben, verzichten die anderen rund 52 Prozent bislang darauf. Dieses Ergebnis macht deutlich, dass trotz wachsender Anforderungen an moderne Intralogistik, steigender Wettbewerbsintensität und klar erkennbarer Effizienzpotenziale viele Betriebe weiterhin zögern, robotergestützte Automatisierung in ihre Logistikprozesse zu integrieren.

Status quo: Robotik in deutschen Unternehmen

Die meisten Unternehmen, die bereits Robotik einsetzen, automatisieren damit Materialtransporte in der Produktion oder im Logistikzentrum, beispielsweise durch FTS oder AMR. Andere Befragte gaben an, dass Robotik in ihrem Arbeitsumfeld beispielsweise zum Palettieren und Depalettieren, aber auch zur Kommissionierung und zum Packen eingesetzt wird. Die Abbildung 4 zeigt die aktuelle und zukünftige Nutzung von Robotik für verschiedene Arbeitsvorgänge.

Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die bisher noch auf Robotik verzichten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben den Investitionskosten und einem vermeintlich hohen Implementierungsaufwand spielen auch regulatorische Anforderungen, Sicherheitsbedenken wie Anlagenausfälle oder Produktionsstillstände sowie der Fachkräftemangel eine Rolle. In der Intralogistik zeigt sich zudem, dass viele Unternehmen weiterhin konventionelle Fördertechnik nutzen oder noch nicht über eine vollständig digitalisierte Infrastruktur verfügen.

Steigende Investitionen in Robotik und Automatisierung

Die aktuelle Marktsituation zeigt jedoch deutlich: Während einige Unternehmen bereits von den Vorteilen der Robotik profitieren, besteht in vielen Bereichen noch erhebliches Potenzial für Innovationen und Investitionen. Die Ergebnisse der Studie zeigen eine klare Tendenz in Richtung Investitionsbereitschaft: Ein Großteil der Befragten sieht ein hohes Optimierungspotenzial durch Robotiklösungen. So geben etwa drei Viertel (74 Prozent) aller Umfrageteilnehmer an, zukünftig in erste oder weitere Robotiksysteme investieren zu wollen.

Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die steigenden Anforderungen an schnelle und fehlerfreie Materialflüsse, der anhaltende Fachkräftemangel sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck, insbesondere durch global agierende Logistikkonzerne oder E-Commerce-Riesen.

Unternehmen, die bereits erste Robotiklösungen implementiert haben, sehen weiteres Potenzial, ihre Prozesse durch zusätzliche Systeme zu optimieren. Besonders in der Intralogistik zeigt sich, dass robotergestützte Automatisierung den Materialfluss stabilisiert, Engpässe reduziert und datenbasierte Entscheidungen ermöglicht. Viele dieser Unternehmen erweitern ihre bestehenden Installationen daher schrittweise um zusätzliche Roboter, Sensorik und KI-gestützte Technologien, um Logistikprozesse noch effizienter zu gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Industrie zu sichern.

Zugleich verändert sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Robotik spürbar: Was früher als exklusive und komplexe Technologie galt, ist heute längst im Alltag angekommen, etwa in Form von Mäh- oder Saugrobotern in Privathaushalten.

Für und Wider des Einsatzes von Robotik

Was spricht gegen die Investition in Robotik?

Robotische Systeme machen die Intralogistik zukunftsfähig, erfordern aber auch Investitionen. Das wissen auch die befragten Unternehmen, die an der Studie teilgenommen haben. Für 68 Prozent der Umfrageteilnehmer stellen vermeintlich hohe Investitionskosten das größte Hindernis bei der Implementierung von Robotik dar. Doch warum ist Robotik so kostenintensiv – und weshalb lohnt sich die Investition dennoch?

Die Kosten für Robotiksysteme setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen

  • Anschaffungskosten: Moderne Robotiklösungen, insbesondere AMR, erfordern hochentwickelte Sensorik und Präzisionsmechanik.
  • Infrastruktur und Umbauten: Je nach Unternehmensumfeld kann die Einführung von Robotik strukturelle Veränderungen in der Lager- oder Produktionshalle erfordern, etwa Sanierung von Böden oder neue Sicherheitseinrichtungen.
  • Schulung der Mitarbeiter: Damit Robotik effizient eingesetzt werden kann, müssen Mitarbeitende in der Bedienung, Wartung und Überwachung geschult werden.
  • Wartung und Betriebskosten: Nach der Anschaffung fallen fortlaufende Kosten für Software-Updates, Ersatzteile und Instandhaltung an, damit eine reibungslose Nutzung sichergestellt ist.

Die Studie zeigt, dass die Schnittstellenintegration für 43 Prozent der Befragten eine weitere zentrale Hürde darstellt. Die nahtlose Einbindung neuer Robotiksysteme in bestehende IT- und Logistikstrukturen erfordert eine sorgfältige Planung und oft umfangreiche Anpassungen. Das zeigt die besondere Bedeutung eines Systemintegrators bei der Einführung von Robotiksystemen.

Gleichzeitig sind hohe Sicherheitsanforderungen (38 Prozent) und die Akzeptanz der Mitarbeiter (34 Prozent) vermeintliche Risiken: Die Akzeptanz neuer Technologien durch die Belegschaft bleibt eine Herausforderung für den Wandel zur Industrie 4.0.

Weitere relevante Hindernisse sind die Abhängigkeit von der Robotik (33 Prozent) in Bezug auf mögliche Störungen sowie die mangelnde Flexibilität der Systeme (31 Prozent), insbesondere in dynamischen Logistikumgebungen. Unternehmen befürchten zudem, dass der hohe Aufwand für Service und Instandhaltung (30 Prozent) die laufenden Betriebskosten zu sehr erhöht.

Während einige Unternehmen auch eine Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts während der Migration (13 Prozent) sowie den hohen Einarbeitungsaufwand für Mitarbeiter (14 Prozent) fürchten, zeigen moderne Trainingskonzepte und skalierbare Implementierungsschritte von Unitechnik Lösungsansätze, um diese Risiken zu minimieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Robotikintegration mehr erfordert als nur technologische Investitionen – sie bedarf einer durchdachten Strategie, die sowohl wirtschaftliche als auch operative Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören eine klare Zieldefinition, eine detaillierte Analyse bestehender Logistikprozesse sowie die Auswahl von Robotersystemen, die sich präzise in den vorhandenen Materialfluss integrieren lassen. Gleichzeitig müssen Unternehmen bewerten, wie gut neue Technologien wie Sensorik, KI, Datenanalyse und mobile Robotiklösungen mit ihren bestehenden Systemen harmonieren. Auch organisatorische Aspekte spielen eine Rolle: Mitarbeitende müssen geschult, Schnittstellen intelligent gestaltet und Abläufe an die neuen Automatisierungsprozesse angepasst werden. Erst wenn technologische, prozessuale und personelle Faktoren zusammenwirken, lässt sich das volle Potenzial moderner Robotik ausschöpfen und eine nachhaltige, stabile und skalierbare Intralogistik in der Industrie aufbauen.

Was spricht für die Investition in Robotik?

Eine stetig steigende Produktivität und Wachstum sind längst nicht mehr nur ein Wettbewerbsvorteil – sie sind Notwendigkeiten. Unternehmen, die nicht konstant effizienter arbeiten, verlieren Marktanteile und Profitabilität und riskieren, sich langfristig hinten anstellen zu müssen. Über 80 Prozent der Befragten sehen Robotik als entscheidenden Hebel, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen und Ressourcen optimal zu nutzen. Ob in der Produktion, beim Transport oder im Warenhandling: Roboter arbeiten rund um die Uhr mit konstanter Präzision – ein unschätzbarer Vorteil in einer dynamischen Logistikwelt.

Doch es geht nicht nur um Geschwindigkeit: Die Hälfte der befragten Umfrageteilnehmer erwartet durch den Einsatz von Robotik erhebliche Betriebskosteneinsparungen. Zudem sorgen kürzere Durchlaufzeiten für eine höhere Flexibilität und ermöglichen eine schnellere Reaktion auf Kundenanforderungen und Marktveränderungen.

Weitere entscheidende Faktoren sind die höhere Sicherheit und eine minimierte Fehlerquote, die 56 Prozent der Unternehmen als Vorteil wahrnehmen. Roboter übernehmen gefährliche oder monotone Aufgaben und reduzieren dadurch nicht nur das Unfallrisiko, sondern sichern auch eine konstant hohe Qualität. Gleichzeitig kann Automatisierung helfen, den Fachkräftemangel abzufedern – fast 70 Prozent der Befragten sehen Robotik als Lösung, um manuelle Tätigkeiten zu reduzieren und wertvolle Arbeitskräfte auch ergonomisch zu entlasten.

Auch strategische Vorteile spielen eine Rolle: Effizientere Flächennutzung (12 Prozent) und eine höhere Digitalisierung von Prozessen (39 Prozent) sind für viele Unternehmen entscheidende Argumente. Das Image einer Marke kann ebenfalls bedeutsam profitieren – 15 Prozent der Unternehmen erwarten durch die Implementierung eine stärkere Marktpositionierung.

Die Investition in Robotik ist weit mehr als eine technologische Modernisierung – sie ist ein Schritt in eine produktivere, sicherere und nachhaltigere Zukunft. Unternehmen, die jetzt auf Automatisierung setzen, legen den Grundstein zu langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. Durch den Einsatz intelligenter Robotersysteme lassen sich Materialflüsse stabilisieren, Fehlerquoten reduzieren und Prozesse so gestalten, dass sie auch unter wachsendem Kostendruck und steigenden Anforderungen verlässlich funktionieren. Gleichzeitig ermöglicht die Integration von Sensorik, KI und datenbasierten Technologien eine laufende Optimierung der Abläufe, wodurch Unternehmen flexibler auf Marktveränderungen reagieren können. Robotik entwickelt sich damit zu einem strategischen Instrument, das nicht nur kurzfristige Effizienz steigert, sondern langfristig die Basis für eine zukunftssichere und resilient aufgestellte Intralogistik bildet.

Einsatzbereiche der Robotik in der Intralogistik

Transport von Material und Kommissionierung

Die mit 42 Prozent höchste Bereitschaft zu einer zukünftigen Integration von Robotiksystemen zeigen Unternehmen in der Kommissionierung (z. B. Pick-Roboter). Auch beim Transport von Material im Logistikzentrum (41 Prozent), in der Produktion (29 Prozent) und auf dem Werksgelände (16 Prozent) sehen die Umfrageteilnehmer großes Potenzial, ihre Materialflüsse zu optimieren.

Palettieren und Packen

Paletten spielen in der Intralogistik deutscher Unternehmen eine große Rolle. Während sie am Wareneingang depalettiert werden, gilt es, Kartons für den weiteren Versand neu zu verpacken und transportsicher mit Stretchfolie auf Paletten zu stapeln. Alles Tätigkeiten, die zukünftig von Robotik übernommen werden können: Für gut 25 Prozent der Befragten kommen in Zukunft Palettierroboter infrage, die Paletten in der Versandvorbereitung beladen, und knapp 19 Prozent wollen ihre Paletten im Wareneingang mithilfe solcher Lösungen entladen.

LKW-Beladung

Darüber hinaus zeichnet sich ein weiteres wichtiges Einsatzfeld für Robotik ab: 21 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz automatisierter Systeme für das Beladen von LKW, ein Bereich, in dem bislang manuelle Prozesse dominieren. An der Automatisierung dieser anspruchsvollen Aufgabe forschen zurzeit einige Firmen. Die Herausforderung: schneller sein als der Mensch. Die Standzeit von LKWs ist ein kritischer Faktor.

Retourenbearbeitung

Die wenigsten Firmen (5 Prozent) planen den Einsatz von Robotik in Verbindung mit Retouren. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten: Roboter könnten künftig eingehende Waren automatisch prüfen, klassifizieren und sortieren, Verpackungen öffnen oder neu versiegeln und so manuelle Prüfprozesse deutlich beschleunigen. In Zeiten steigender Rücksendequoten, insbesondere im E-Commerce, könnte Robotik dazu beitragen, die Retourenabwicklung effizienter, kostensparender und weniger personalintensiv zu gestalten.

Zukunftsausblick: beliebte Systeme

Fahrerlose Transportsysteme und autonome mobile Roboter stehen bei deutschen Unternehmen hoch im Kurs. Eine entscheidende Mehrheit von 75 Prozent der Befragten plant, in diese Technologien zu investieren. Kein Wunder, denn FTS und AMR ermöglichen eine hochgradig automatisierte, reaktionsschnelle Intralogistik, entlasten Mitarbeitende von zeitaufwendigen Transportaufgaben und optimieren den Materialfluss durch intelligente Routenplanung.

Auch andere Robotiklösungen bleiben gefragt: 46 Prozent der Unternehmen sehen Potenzial in Pick-and-Place-Robotern, die präzise und schnelle Kommissionierung von Waren ermöglichen und damit vor allem monotone Tätigkeiten übernehmen.

39 Prozent wollen in Knickarmroboter investieren, die bei geringem Raumbedarf universelle Aufgaben übernehmen können. Portalroboter, die auch schwere Kartons und Behälter stapeln können und damit Menschen von körperlich schwerer Arbeit entlasten, sind für ein Viertel der Befragten interessant.

Die Studie zeigt: Die Zukunft der Intralogistik ist fahrerlos, automatisiert und hochflexibel.

Technologische Ausstattungen von Robotiksystemen

Damit Robotiksysteme ihr volles Potenzial entfalten können, sind sie auf leistungsstarke Technologien angewiesen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, welche Innovationen für Unternehmen besonders wichtig sind. An der Spitze stehen lernende, KI-basierte Systeme (76 Prozent) und kameragesteuerte Lösungen (72 Prozent). Diese ermöglichen Robotern eine präzise Wahrnehmung ihrer Umgebung und eine kontinuierliche Optimierung ihrer Prozesse – essenziell für eine flexible, adaptive Automatisierung.

Autonome Systeme sind für 47 Prozent der Befragten von hoher Relevanz, da sie eigenständig Entscheidungen treffen und sich dynamisch an veränderte Bedingungen anpassen können. Auch kollaborative Systeme und Cobots (34 Prozent) spielen eine zentrale Rolle, da sie Mensch und Maschine effizient zusammenarbeiten lassen und so das Personal entlasten.

Für 24 Prozent ist die Schwarmintelligenz von großer Bedeutung – eine Technologie, bei der mehrere Roboter koordiniert agieren, um Aufgaben noch effizienter zu lösen. Teach-Betriebssysteme (15 Prozent), bei denen Roboter manuell angelernt werden, sind hingegen weniger gefragt, da moderne, KI-gestützte Lösungen zunehmend eigenständig lernen.

Die Bedeutung von Edge Computing und 5G-Netzwerken (11 Prozent) fällt eher gering aus – obwohl diese Technologien für eine schnelle Datenverarbeitung und Echtzeitkommunikation essenziell sind. Die Abbildung 15 beweist: Unternehmen setzen vor allem auf intelligente, autonome und visuell gesteuerte Robotik.

Anforderungen an Robotiksysteme

Einfach, flexibel, robust

Mit 78 Prozent ist eine einfache Konfigurierbarkeit das wichtigste Kriterium. Robotersysteme müssen sich flexibel anpassen lassen, ohne dass tiefgehende Programmierkenntnisse erforderlich sind. Auch die robuste Konstruktion (61 Prozent) ist essenziell, da industrielle Anwendungen hohe Belastbarkeit und Zuverlässigkeit erfordern.

Langlebigkeit und Entwicklung

Die Forderung nach einer langfristigen Verfügbarkeit von Updates und Ersatzteilen (65 Prozent) zeigt, dass Unternehmen nachhaltige Investitionen bevorzugen. Robotiksysteme sollen über Jahre hinweg einsatzbereit bleiben, anstatt nach kurzer Zeit durch neue Modelle ersetzt werden zu müssen.

Design und Marke

Die Bekanntheit des Fabrikats spielt laut der Umfrage so gut wie keine Rolle bei der Entscheidungsfindung (5 Prozent). Das Design ist für die Befragten ebenso kaum von Bedeutung (3 Prozent): In der Praxis zählen Leistung, Anpassungsfähigkeit und Langlebigkeit weit mehr als ästhetische oder prestigeträchtige Aspekte.

Die Wahl des passenden Anbieters

Kriterien zur Auswahl des Anbieters

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist für 74 Prozent der Befragten der wichtigste Faktor bei der Implementierung von automatisierenden Lösungen. Die häufig genannten Faktoren Planungskompetenz für Logistik und Materialfluss (69 Prozent) und Schnittstellenkompetenz (44 Prozent) zeigen, dass Robotersysteme keine Inseln sind, sondern nahtlos in den bestehenden Materialfluss integriert werden müssen. Diese Integration muss sauber geplant und sorgfältig umgesetzt werden.

Vor der Umstellung auf ein robotisiertes Arbeitsumfeld legen 44 Prozent der Umfrageteilnehmer Wert auf vollumfängliche Tests (z. B. durch Emulation des Gesamtsystems) und 24 Prozent wünschen sich im Implementierungsprozess Struktur und volle Transparenz. Auch der individuelle Support spielt für viele Unternehmen eine zentrale Rolle: 53 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen dieser Aspekt besonders wichtig ist.

Ein durchgängiger 24/7-Service wird mit 26 Prozent als bedeutend eingestuft. Darüber hinaus wünschen sich 45 Prozent feste Ansprechpartner beim Anbieter – nicht nur während der Projektphase, sondern auch darüber hinaus. Die Erfahrung der Projektleiter ist für 31 Prozent ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl eines Partners für automatisierte robotische Systeme in der Intralogistik.

Kauf beim Hersteller, Generalunternehmer oder Systemintegrator

Generalunternehmer und auf Robotik spezialisierte Systemintegratoren – mit insgesamt über 90 Prozent sind das die beliebtesten Dienstleister bei der Implementierung von Robotiklösungen. Die Unitechnik Systems GmbH vereint beide Vorzüge: Als herstellerunabhängiger Systemintegrator und Generalunternehmer begleitet Unitechnik den gesamten Integrationszyklus robotischer Systeme: Von der Planung über die Umsetzung bis hin zur kontinuierlichen Optimierung – mit einem zuverlässigen 24-Stunden-Service. Damit gilt das Generalunternehmen als eine absolute Benchmark bei deutschen Unternehmen, die ihre Intralogistik zukunftsfähig machen wollen. Nur gut acht Prozent der Befragten würden die Hersteller von Robotern für ihre Robotiksysteme beauftragen. Als Lifetimepartner und Gesamtlieferant eignet sich Unitechnik für alle Anforderungen, die Unternehmen an automatisierte robotische Systeme für ihre Intralogistik haben: Besonders wichtig sind den Befragten außerdem nämlich erfahrene Projektleiter und feste Ansprechpartner beim Anbieter über das gesamte Projekt und darüber hinaus.

Zu den Referenzen von Unitechnik zählen namhafte Unternehmen aus den verschiedensten Branchen wie B.Braun, Borgmeier, Claas, Dehn, Emirates, Hela, Linde Gas, Nobilia, Otto Fuchs, Soennecken, Turck oder Wildeboer. Aus diesem Grund verfügt der Systemintegrator über vielseitige Erfahrungen und begegnet seinen Kunden mit technischem Know-how in einer Vielzahl von Branchen.

Planung und Praxis: erfolgreiche Integration von Robotik

Die Studie von Unitechnik zu Robotik in der Intralogistik hat gezeigt, dass die drei Viertel der befragten Unternehmen planen, in Zukunft in Robotiksysteme zu investieren. Die Planung und die Integration eines Robotiksystems erfordern jedoch eine sorgfältige Analyse der bestehenden Infrastruktur und eine detaillierte Anforderungsdefinition. Zunächst muss klar sein, welche Aufgaben der Roboter übernehmen soll und wie er mit anderen Systemen kommunizieren muss. Dabei spielen Schnittstellen eine zentrale Rolle: Sie bestimmen, wie das Robotersystem mit der Lagerverwaltungssoftware und benachbarten Steuerungseinheiten interagiert. Die Komplexität der Schnittstelle hängt stark von der Art des Roboters und der bestehenden Infrastruktur ab. Ein Depalettierroboter, der am Wareneingang eingesetzt wird, benötigt beispielsweise eine andere Integration als ein fahrerloses Transportsystem, das die Produktion versorgt.

Zeitlich gesehen sollten Unternehmen ausreichend Puffer einplanen, da die Entwicklung und die Anpassung der Schnittstellen oft mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich gedacht. Insbesondere bei der Integration von Systemen unterschiedlicher Hersteller müssen potenzielle Kompatibilitätsprobleme berücksichtigt werden. Eine gründliche Testphase ist entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Komponenten reibungslos zusammenarbeiten. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Technik- und IT-Abteilungen während des gesamten Prozesses ist unerlässlich, um auf Änderungen und unerwartete Herausforderungen flexibel reagieren zu können.

Checkliste: So finden Sie den passenden Systemintegrator

  • Bedarfsanalyse: Haben Sie die zu erfüllenden Anforderungen und Ziele bei der Implementierung von Robotik ausreichend recherchiert?
  • Branchenkenntnis prüfen: Verfügt der ausgewählte Anbieter über die wichtigen Kenntnisse in der Branche Ihres Unternehmens und weiß, worauf es in der Intralogistik und beim Materialfluss Ihres Betriebs ankommt?
  • Erfahrung in Robotikprojekten abfragen: Haben Sie sich bereits über erfolgreiche Projekte und Kundenerfahrungen des Systemintegrators informiert?
  • Technologische Kompetenz bewerten: Ist der Anbieter in Sachen Technik und Robotik stets auf dem neusten Stand und bringt ausreichend Erfahrung in diesem Bereich mit?
  • Anpassungsfähigkeit testen: Ist der Anbieter flexibel bei individuellen Anforderungen?
  • Support und Service klären: Wie zuverlässig sind Wartung und technischer Support?
  • Langfristige Zusammenarbeit prüfen: Passt der Integrator als strategischer Partner zu Ihrem Unternehmen? Positioniert der Integrator sich als fester Ansprechpartner im gesamten Projekt?
  • Preis-Leistungs-Verhältnis prüfen: Wie viel zahlen Sie für welche Leistungen? Haben Sie den Integrator mit anderen Dienstleistern verglichen?

Von der Auswahl der Hersteller bis zur gesamten Integration

Systemintegratoren spielen eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung eines Robotikprojekts, indem sie ihre Expertise in den Bereichen Technik, Prozessoptimierung und Projektmanagement einbringen. Zunächst analysiert der Integrator die Anforderungen des Unternehmens und entwickelt die richtige Lösung, die sowohl die technologischen als auch die betrieblichen Bedürfnisse erfüllt.

Dabei hilft er, die passenden Robotiksysteme auszuwählen, die mit der bestehenden Logistikumgebung aus Maschinen und Softwarelösungen kompatibel sind.

Während der Integration sorgt der Systemintegrator dafür, dass alle Systeme nahtlos zusammenarbeiten – von der Hard- bis zur Software. Bei einer Entscheidung für die herstellerunabhängige Unitechnik Systems GmbH beispielsweise sorgt das Lagerverwaltungssystem UniWare für höchste Effizienz, Prozesssicherheit und Stabilität.

Der Systemintegrator kümmert sich um die Gestaltung und Implementierung der Schnittstellen, testet die Kommunikation zwischen den verschiedenen Komponenten und stellt sicher, dass die Prozesse reibungslos ablaufen. Auch die Schulung der Mitarbeiter und die Übergabe an den Betrieb gehören zu seinen Aufgaben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Risikominimierung: Der Integrator identifiziert frühzeitig mögliche Herausforderungen und hilft, Lösungen zu finden, die den Projekterfolg sichern.

Methoden zur Steuerung von Robotern

Systemintegratoren wie Unitechnik beraten nicht nur hinsichtlich der geeigneten Lösungen in verschiedenen Logistikumfeldern, sondern wählen auch die am besten geeignete Steuerung für eine Intralogistik aus. Die Steuerung von Robotern in der Intralogistik variiert je nach Einsatzbereich, Komplexität und gewünschter Flexibilität. Grundsätzlich lassen sich verschiedene Steuerungsmethoden unterscheiden, die von klassischen, programmierten Abläufen über sensorgestützte Verfahren bis hin zu vollständig autonomen Systemen reichen. Moderne Technologien wie KI, Echtzeit-Datenverarbeitung und intelligente Sensorik erweitern dabei kontinuierlich die Möglichkeiten und machen Robotersysteme anpassungsfähiger und präziser. Die Wahl der passenden Steuerungsmethode hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Während programmierte Steuerungen besonders für repetitive Prozesse geeignet sind, gewinnen autonome und KI-gestützte Ansätze in dynamischen Lagerumgebungen zunehmend an Bedeutung.

Manuelle Steuerung: Hier erfolgt die Bedienung direkt durch einen Menschen – entweder über eine Fernsteuerung oder durch das sogenannte Teach-in, bei dem Bewegungsabläufe manuell eingelernt werden.

Programmierte Steuerung: Roboter folgen vorab definierten Abläufen, die entweder fest einprogrammiert oder in einer Simulationsumgebung erstellt und anschließend übertragen werden.

Sensorgestützte Steuerung: Durch den Einsatz von Kameras, Abstands- oder Geschwindigkeitsmessung oder Kraftsensoren können Roboter ihre Umgebung wahrnehmen und Bewegungen flexibel anpassen.

Autonome Steuerung: Technologien wie SLAM (engl. simultaneous localization and mapping, dt. simultane Positionsbestimmung und Kartierung) ermöglichen es Robotern, selbstständig in komplexen Umgebungen zu navigieren und sich zu orientieren. Bei der verhaltensbasierten Steuerung trifft der Roboter Entscheidungen basierend auf Umweltdaten.

KI-gestützte Steuerung: Mithilfe neuronaler Netze und Reinforcement Learning lernen Roboter eigenständig optimale Bewegungsabläufe und passen sich dynamisch und selbstadaptiv an Veränderungen an.

Kollaborative Steuerung: In der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) reagieren Roboter auf menschliche Bewegungen und Befehle – etwa durch Gesten- oder Sprachsteuerung.

Fazit und Ausblick

In der Intralogistik zählt nicht nur, wer heute effizient arbeitet – sondern vor allem, wer in mehreren Jahren noch wettbewerbsfähig ist. Unternehmen, die frühzeitig automatisierte Prozesse einführen, profitieren langfristig von einer höheren Effizienz, niedrigeren Betriebskosten und einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit. Skalierbare Robotiksysteme lassen sich über die Jahre weiter optimieren und an neue Anforderungen anpassen, wodurch Unternehmen flexibel auf Marktentwicklungen reagieren können.

Außerdem müssen Unternehmen aktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Firmen, die bereits automatisierte Prozesse etabliert haben, werden unabhängiger von manueller Arbeit und können Engpässe besser abfedern. Auch die Integration von KI und datengetriebenen Optimierungsprozessen wird einfacher, wenn eine solide Automatisierungsbasis vorhanden ist.

Unitechnik als herstellerunabhängiger Systemintegrator für automatisierte Intralogistiklösungen bringt die nötige Erfahrung mit, um Robotikprojekte ganzheitlich umzusetzen – von der individuellen Systemauswahl über die reibungslose Integration bis hin zur Prozessoptimierung mit UniWare für maximale Effizienz und Stabilität.

Kurz gesagt: Wer heute investiert, schafft eine resiliente, zukunftssichere Intralogistik, die auch in mehreren Jahren den entscheidenden Vorsprung sichert.

Ihr Ansprechpartner

Ingolf Mix

IT-Beratung und Vertrieb UniWare

T +49 2261 987-403
E-Mail | LinkedIn | vCard

Matthias Spies

IT-Beratung und Vertrieb UniWare

T +49 2261 987-358
E-Mail | LinkedIn | vCard

Whitepaper & Prospekte zu Logistiksystemen

Unsere Whitepaper

Robotik in der Intralogistik - Studie & Leitfaden
Whitepaper
Robotik in der Intralogistik - Studie & Leitfaden
download   link
Retrofit in der Intralogistik - worauf es ankommt
Whitepaper
Retrofit in der Intralogistik - worauf es ankommt
download   link
Königsweg zur LVS-Ablösung - Branchentrends und ein individueller Fahrplan
Whitepaper
Königsweg zur LVS-Ablösung - Branchentrends und ein individueller Fahrplan
download   link
Automatisierung in der Intralogistik - Leitfaden für die individuelle Lösung
Whitepaper
Automatisierung in der Intralogistik - Leitfaden für die individuelle Lösung
download   link
weitere Dokumente
Fahrerlose Transportsysteme versus stationäre Fördertechnik
Whitepaper
Fahrerlose Transportsysteme versus stationäre Fördertechnik
download   link
Digitaler Zwilling in der Intralogistik - Vision und Realität
Whitepaper
Digitaler Zwilling in der Intralogistik - Vision und Realität
download
Moderne IT- und Automatisierungskonzepte für Logistik 4.0
Whitepaper
Moderne IT- und Automatisierungskonzepte für Logistik 4.0
download
Regalbediengerat vs. Shuttle, mit unabhängiger Beratung zur passenden AKL-Lösung
Whitepaper
Regalbediengerat vs. Shuttle, mit unabhängiger Beratung zur passenden AKL-Lösung
download
Worauf es bei der Auswahl eines Kommissioniersystems ankommt
Whitepaper
Worauf es bei der Auswahl eines Kommissioniersystems ankommt
download

Über die Unitechnik Systems GmbH

Die Unitechnik Systems GmbH mit Sitz in Wiehl zählt seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den führenden Anbietern von Industrieautomatisierung und Informatik. Das Familienunternehmen plant und realisiert in zweiter Generation maßgeschneiderte Systeme für die innerbetriebliche Logistik und Produktion. Dabei tritt Unitechnik weltweit als Systemintegrator und Gesamtlieferant auf. Professionelles Projektmanagement sowie die kompetente Betreuung der realisierten Anlagen sind die Grundlage langfristiger Geschäftsbeziehungen und sichern die Investition der Kunden. Zu den Referenzen von Unitechnik zählen namhafte Unternehmen wie B.Braun, Borgmeier, Claas, Dehn, Emirates, Hela, Linde, Nobilia, Otto Fuchs, Soennecken, Turck oder Wildeboer.

Unitechnik Wiehl