Trotz rückläufiger Zahl der Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau setzt die Unitechnik Systems GmbH ein klares Zeichen: Das Familienunternehmen investiert 3,5 Millionen Euro in eine automatisierte Logistikanlage am Firmensitz in Wiehl. Damit schafft der Automatisierungsspezialist die Basis für effizientere Abläufe in seinem Geschäftsbereich Schaltanlagenbau und unterstreicht sein Vertrauen in die Zukunft der Branche.
Bereits seit Ende 2022 kämpft die Maschinen- und Anlagenbaubranche mit einer stagnierenden Auftragslage. Viele Unternehmen reagieren daher mit Einsparungen und zurückhaltenden Investitionen. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet mehr als jedes dritte Unternehmen (38 Prozent) im laufenden Jahr 2025 eine Stagnation, etwa jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) will weniger investieren. Unitechnik schlägt bewusst einen anderen Weg ein: Der Mittelständler löst ein angemietetes Außenlager ab und realisiert am Standort Wiehl ein automatisiertes Logistikzentrum, um seine Produktionsprozesse zu optimieren und die Lagerkapazität zu erhöhen. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort Wiehl und zur Zukunft des Maschinenbaus in Deutschland“, erklärt Dirk Schütz, Leiter Schaltanlagenbau bei Unitechnik. „Gerade in einer angespannten Marktlage ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, die uns flexibler und effizienter machen.“
Neues Logistikzentrum steigert Produktionskapazität um 40 Prozent
Das neue Logistikzentrum wird künftig die Materialbevorratung und den Materialfluss in der Fertigung maßgeblich verbessern. Insbesondere im Schaltanlagenbau bedeutet dies kürzere Durchlaufzeiten, eine zuverlässige Versorgung der Produktion sowie eine weitere Steigerung der Qualität. Unitechnik investiert damit gezielt in die Effizienz seiner Wertschöpfungskette und schafft die Voraussetzungen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit: „Durch die neue Halle und die dadurch freiwerdenden Flächen, die für die Verdrahtung genutzt werden können, erhöhen wir unsere Fertigungskapazität um 40 Prozent“, so Dirk Schütz. Zugleich ist die Anlage ein weiterer Schritt in der Digitalisierung des gesamten Produktionsprozesses. Dieser ist gekennzeichnet durch den digitalen Zwilling der Schaltschränke, den digital gesteuerten Materialfluss sowie die direkte digitale Anbindung der Kunden. Auf diese Weise entsteht eine transparente Ende-zu-Ende-Kommunikation ohne Medienbrüche.
Zwei Geschäftsbereiche befruchten sich gegenseitig
Als Generalunternehmer für automatisierte Logistiksysteme übernimmt Unitechnik die Planung und Umsetzung des neuen Logistikzentrums in Eigenregie. Dabei wird die bestehende 3000 Quadratmeter große Fertigungshalle am Standort Wiehl-Bomig um 21 Meter verlängert und teilweise aufgestockt. Auf 1.100 Quadratmetern Grundfläche und mit rund zwölf Metern Höhe entsteht ein modernes Logistikzentrum mit einem automatischen Kleinteilelager für 5.000 Behälter, zwei Liftlagern für vorkonfektionierte Klemmleisten und ein Palettenlager für Gehäuse. Ende 2026 soll die Anlage fertiggestellt werden.

