Unitechnik automatisiert Lager für PRÜM-Türenwerk

Passgenaue Logistik für hochwertige Türen: Die PRÜM-Türenwerk GmbH hat ihre Lagerkapazitäten am Produktionsstandort Weinsheim erweitert. Die Unitechnik Systems GmbH aus Wiehl erhielt den Auftrag, die Logistikprozesse im neuen Lager zu automatisieren. Neue Fördertechnik und neue Regalbediengeräte sorgen für einen effizienten Materialfluss. Dank einer Emulation gelang die Integration in die bestehende Intralogistiklandschaft reibungslos.

Die PRÜM-Türenwerk GmbH bietet seit 1970 qualitativ hochwertige Innentüren und Zargen. Gefertigt werden diese am Firmenstandort Weinsheim in der Eifel. Das Unternehmen vertreibt seine Waren über ausgewählte Fachhändler. Die Produktion setzt dabei neue Maßstäbe in der Branche: Sie hat ein eigenes Biomasse-Heizkraftwerk und trägt damit maßgeblich zur Reduzierung des CO2-Fußabdruckes bei. Um einen maximalen Kundennutzen und ein hohes Maß an Flexibilität zu gewährleisten, setzt PRÜM auf eine Kombination aus lagerhaltenden Artikeln und kommissionsbezogener Fertigung.  

Mit der kontinuierlich ansteigenden Produktionsleistung waren die Kapazitäten im bestehenden Hochregallager nicht mehr ausreichend. Aus diesem Grund hat sich PRÜM für eine Lagererweiterung und Prozessoptimierung entschieden. Der Auftrag an den Generalunternehmer Unitechnik umfasste die Planung und Realisierung der Intralogistik. Dazu gehören Regalbediengeräte und Fördertechnik mitsamt der Steuerungstechnik und einer WinCC-Visualisierung.


Viel Platz für Türen und Zargen

Das neue Lager befindet sich in einem Neubau. Dort wurde das neue Fördersystem an die bereits bestehende Zuführstrecke zum alten Hochregallager angebunden. Die Türen und Zargen werden bei PRÜM auf sogenannten Schonerplatten aus Sperrholz transportiert. Direkt zu Beginn wird die ankommende Ladung via Kettenförderer zu einem von zwei Drehtischen geleitet. Damit die Ladung exakt in die Lagerfächer passt, wird zunächst die Kontur vermessen und bei Bedarf korrigiert. Ein Doppel-Querverschiebewagen übernimmt die Ware und transportiert sie zu den Regalbediengeräten. Drei Regalbediengeräte sortieren die Ware in die 15 Meter hohen Regale. Die Gewichtsobergrenze für eine Ladungseinheit liegt bei 1,5 Tonnen. Insgesamt werden so auf acht Ebenen 3.102 Stellplätze einfachtief bedient. Die neue Intralogistikanlage lagert pro Stunde bis zu 50 Ladungsträger ein und aus. Der abschließende Kommissionierprozess erfolgt automatisiert mittels Roboter.

Reibungslose Integration durch Digitalen Zwilling

Ziel war es, dass das PRÜM-eigene Materialflusssteuerungssystem (MFS) auch die neue Logistikanlage steuert. Damit Unitechnik diese Schnittstelle prozesssicher in Betrieb nehmen konnte, hat der Generalunternehmer eine Emulation erstellt. Mithilfe dieses Digitalen Zwillings war ein ausgiebiges Testen der Kopplung zwischen den Unitechnik-Steuerungen und dem MFS vor der Inbetriebnahme möglich. Das Ergebnis kann sich laut Tobias Herl, Projektleiter von PRÜM, sehen lassen: „Die Emulation von Unitechnik hat den Anschluss an unser eigenes Materialflusssystem stark vereinfacht. Die Inbetriebnahme verlief außergewöhnlich reibungslos.“